4 Tage Hardcore Irland

Ja, Donnerstag bis heute war ich in Irland. Ein bisschen kurz, aber dennoch ereignisreich. Zumindest so ereignisreich, dass Heide und ich jetzt beschlossen haben, dass wir unbedingt Pony Trekking machen wollen in Irland. Aber nicht im Sommer, das ist ja langweilig. Nein, wir machen das im frühen Frühjahr oder Winter oder Herbst. Dann ist es auch nicht so voll. Aber vorher kommt ja noch so einiges ... Wir haben uns mal März 2009 vorgenommen.

Aaaaber ich wollte ja was anderes eigentlich. Also 4 Tage Irland, was haben wir gemacht?


1. Tag - Ankommen und Dublin erkunden

Am Donnerstag haben wir nicht viel gemacht. 11Uhr oder so kamen an und sind erstmal zur JH. Positiv überrascht waren wir davon, dass sie doch ziemlich zentral liegt. Sonderlich großartig ist sie zwar nicht gewesen, aber JH halt. So ein bisschen mit London Holland Park vergleichbar, nur dass wir ein Dreibettzimmer hatten. Das ist dann doch ganz angenehm, sich nur das Bad teilen zu müssen. Am besten ist eigentlich, dass die JH ein altes Kloster ist und der Speisesaal in der Kapelle zu finden ist. Der Altar wurde durch Küche und Buffet ersetzt, sehr stilvoll
Jedenfalls erkundeten wir am 1. Tag erstmal Dublin und hatten es gleich mit dem allseits beliebten irschen Regen zu tun. Die Leute scheinen jedenfalls auch irgendwie abgehärteter zu sein. Zumindest haben sie den Regenschirm erst bei Starkregen aufgespannt. Viel haben wir aber nicht geschafft (nur O'Connel Street und Temple Bar), weil wir selbst einfach zu fertig waren.
Was mir aber auffiel, war, dass alles immer noch so grün ist, obwohl doch sogar dort Winter ist. Zumindest der Rasen ist wirklich grün und lauter immergrüne Gewächse und ... ja, überhaupt. Es sieht doch irgendwie GANZ anders aus als hier. Ich fands jetzt auch nicht so viel wärmer.






2. Tag - Abenteuer in Wicklow

Am Freitag sollte das Wetter besser werden, daher entschieden wir uns, einen Auflug nach Glendalough machen. Problem war nur, dass wir nicht rausfanden, wie man am besten hinkäme. Also sind wir zur Dart (so eine Art Vorstadtbahn) und wollten nach Howth, einem Hafenstädtchen. Aber auf dem Fahrplan haben wir gesehen, dass es einen Zug nach Wicklow gibt und da Glendalough im County Wicklow liegt, dachten wir uns, fahren wir dahin. Die Fahrt war sehr nett, vorbei am Meer, an Dun Laghaire und Bergen und dann strandeten wir in Wicklow. Die einzigen beiden, die auch ausstiegen, waren vermutlich die einzigen beiden Touristen neben uns: 2 Italiener. Die stellten sich an den Bus und wir vermuten, dass sie auch nach Glendalough wollten. Wer weiß, wo sie jetzt gestrandet sind ...
Jedenfalls wollten wir endlich nach Glendalough, also sind wir zum Touristencenter, das natürlich geschlossen hatte wegen Mittagspause. Nach dem Mittag sind wir wieder hin und dieses Mal hatte es wegen "Training Day" geschlossen (jaja, "Training Day" Weihnachtsfeier nennt man das hier). Aber in einem Hotel sagte man uns schon, man käme nur mit Taxi hin (für schlappe 40€ pro Fahrt). Tja, also blieb uns nichts anderes übrig, als Wicklow zu beehren, wo wir dem örtlichen (niedlichen) Buchladen erstmal das Geschäft seines Lebens bescherten (oder so ähnlich jedenfalls). Der Strand war auch sehr toll und das Wetter war ohnehin Liebe. Dann wollten wir endlich nach Hause und mussten aber feststellen, dass die Züge nur alle 4h fahren und wir den Zug gerade verpasst hatten. Der Schaffner war in seinem Kauderwelschenglisch auch nicht gerade hilfreich, aber eine nette Engländerin fuhr uns zum Bus. Der Busfahrer nahm uns nach 2h Wartezeit dann sogar quasi für lau mit, weil er wohl viel Mitleid hatte.








3. Tag - Hardcore Shopping und das "Buch von Kells" (so viel Liebe für denjenigen, der diese Broschüren ins Deutsche übersetzt)

Am 3. Tag war Shopping angesagt und wer uns kennt, der weiß, wie ausdauernd wir da sein können. Erstmal sahen wir uns das berühmte Trinity College samt Book of Kells an. Erstaunlich voll, dafür, dass eigentlich Dezember ist und die Touristensaison vorbei ist. Der Tag hat uns abgesehen davon mit viel Regen beglückt. Ja, aber was will man auch in Irland erwarten.
Die Straßen waren so dermaßen voll, unglaublich eigentlich. Abgesehen davon hab ich viel mehr Geld ausgegeben, als ich wollte. War ja eigentlich zu erwarten. Langsam muss ich aber wirklich mal sparen. Nebenbei haben wir uns dann noch Temple Bar angeschaut (das ich nebenbei irgendwie ... hmm ... enttäuschend fand. Ich hab mir da irgendwie mehr drunter vorgestellt) und das Dublin Castle sahen wir auch.
Was mir auffiel, ist, dass Irische Mädchen (ganz ähnlich den britischen, übrigens) scheinbar kein richtiges Kälteempfinden haben oder sehr oft krank sein müssen. Abends bei mindestens 5°C (wenn nicht kälter) liefen sie mit kurzen Röcken, Sandalen und ohne Strumpfhosen rum. Ja, ich wäre schon lange erfroren.










4. Tag - Ausflug nach Glendalough

Nachdem wir am Vortag rausgefunden hatten, dass man von Dublin mit dem Bus nach Glendalough kommt, haben wir das dann Sonntag gleich ausprobiert. Die Fahrt führte uns schon durch Hügel gesäht mit Schafen und als wir dann in Glendalough ankamen, wurden wir nicht enttäuscht. Zwar soll Glendalough ein Touristennap sein, das empfand ich aber nicht so. Eintritt muss man keinen bezahlen und in Deutschland wäre die Wanderstrecke mit Restaurants gesäht gewesen. Klar, es war sehr voll für Winter, im Sommer ist das sicher anstrengend, aber die Landschaft und die Ruinen sind doch sehr beeindruckend (und ich hab jetzt schon beschlossen, dass ich nochmal einen Ponytrekkingurlaub in Irland oder Schottland machen muss. Sehr beeindruckend einfach. Aber wohl eher in Irrland, Schottland kenn ich ja schon etwas besser). Die Landschaft war wirklich toll, sogar im Winter und der Teil vom Miner's Village war schon sehr beeindruckend. Der Tee und das Sandwich hinterher haben wir uns eindeutig verdient
Am Abend gings dann wieder zum Flughafen, wo wir eine äußerst anstrengende Nacht verbracht haben. Morgen muss dann sogar ich wieder zur Uni ...













Die restlichen Bilder hab ich in mein Bucket gezeigt *auf linke Seigte zeig*.
10.12.07 16:41
 


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